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UNIT21: Lernen verliert seine Grenzen

13.02.2010

Presse

Im Ruhrgebiet arbeiten Schüler/innen jetzt drahtlos mit bis zu 300 MBit
Lernen verliert Grenzen: der schnellste Schulcampus Deutschlands

Mobiles Lernen im Highspeed-Campus: Das wohl schnellste Schulnetz Deutschlands
geht am Montag, 17. August, im Ruhrgebiet in den Volllastbetrieb. Mit bis zu 300 MBit
im einzelnen Klassenzimmer (dies entspricht ca. 150 privaten DSL-Anschlüssen)
surfen und arbeiten die Schülerinnen und Schüler der Mittelstadt Unna drahtlos mit
ihren Notebooks im Unterricht.

Das Tuning des Schulnetzes war nötig: Bis zu 1.300 Notebook-Nutzer schalten sich
allein in einem Schulzentrum regelmäßig im Schulstunden-Takt in den Online-Campus
ein. „Und das auf einem Radius von 200 Metern – das schafft kaum ein Groß-
unternehmen", sagt Jürgen Schwarz von der Akcay-Schwarz Consulting GmbH.
Zwei der Schulen – eine Real- und eine Gesamtschule – haben inzwischen in den
Anmeldeklassen fast nur noch Notebook-Klassen, in denen Schülerinnen und Schüler
mit elternfinanzierten Geräten arbeiten.

„Lernen verliert seine bisherigen Grenzen", erklärt Hans Ruthmann, Leiter einer
Gesamtschule in Unna, die nach sechsjähriger Erfahrung nur noch Notebook-Klassen
aufnimmt und regelmäßig Interessent/inn/en abweisen muss. Eine zentrale
Zukunftsinvestition sieht Uwe Kornatz, Schuldezernent in Unna. Die 70.000 Einwohner-
Kommune investierte über ihre Wirtschaftsbetriebe in eine nachhaltige Infrastruktur: Alle
21 Schulen – von der Grundschule über Förderschulen bis hin zu Gymnasien und
Gesamtschulen wurden mit einer leistungsfähigen WLAN-Infrastruktur zum drahtlosen
Computerlernen vernetzt. Ob im Klassenraum, in der Aula, Pausenhalle, im Schulhof
oder Zuhause – mit modernen Notebooks können sich Schülerinnen und Schüler
jederzeit in den Campus einklinken. Ein ausgefeiltes Netzwerk-Management durch
Profis und eine seit sechs Jahren ständig weiter entwickelte Klassenraum-Steuerung
sorgt dafür, dass sich Lehrerinnen und Lehrer voll auf das Lehren konzentrieren können,
statt zu schrauben und zu administrieren. Möglich wird dies auch, weil Unna im
Gegensatz zu anderen Kommunen keine Zeit in dem Streit um Notebooks und deren
Finanzierung verschwendete. Die Endgeräte mit einer Rundum-Sorglos-Garantie
und mit optimalem Vor-Ort-Service liefert eine gemeinnützige GmbH: Mit einer Monatsrate
von 30 Euro verfügen Schülerinnen und Schüler jederzeit über ein top-modernes und
robustes Gerät – die MobilesLernen gGmbH sorgt mit einem Sozialfonds dafür, dass
benachteiligte Kinder sich auch modernes Lernen leisten können. „Bildung darf nicht vom
wirtschaftlichen Status der Eltern abhängig sein", sagt MobilesLernen-Gründer Paul
Cvilak. Insgesamt 27 Notebook-Klassen gibt es bereits in Unna, über 2.000 Notebooks,
davon rund 1.000 privat finanzierte, werden in den Schulen eingesetzt. Das Beispiel macht
europaweit Schule: Nicht nur der Fernsehsender RTL ortete hier die „modernste Schule"
Deutschlands. Schulen in Bremen, Bayern, in ganz NRW und selbst in der Schweiz arbeiten
inzwischen mit dem für Unna entwickelten Produkt der ASC.